Hausgeburt
Wenige Familien denken heute an die Möglichkeit einer Hausgeburt, das Thema wird meistens mit "Risiko!" assoziiert.
Tatsächlich beinhalten gut vorbereitete Hausgeburten nach normal verlaufenen Schwangerschaften kein größeres Risiko als eine Geburt im Spital, das bestätigt auch die WHO (Care in normal birth: A practical guide, 1997).
Hausgeburten haben aber eine Vielzahl von Vorteilen:
- weniger Medikamente werden verabreicht
- weniger Eingriffe (z.B. Dammschnitte, Gerburtseinleitung) stören den Verlauf der Geburt
- kompetente Betreuung vor, während und nach der Geburt leistet ein und die selbe Person: die Hebamme, die sich die Frau selbst gewählt hat - sie kümmert sich bis zu zehn Tagen nach der Geburt um das Baby und um die Wöchnerin
- es ist nicht notwendig, wenn die Wehen beginnen, die vertraute Umgebung zu verlassen
- am wichtigsten vielleicht: der werdende Vater ist an der Geburt aktiv beteiligt und leistet vielfältige Unterstützung.
Besonders wichtig ist nach jeder Geburt, dass die frisch gebackene Mutter sich gut ausruht und erholt. Keinesfalls soll sie unmittelbar nach der Geburt ihr normales Tagewerk wieder aufnehmen, seien es berufliche Arbeiten oder der Haushalt: eine Woche oder noch besser zehn Tage lang ist ihre einzige Aufgabe, sich und das Baby gut zu versorgen. Allfällige Besucher haben den Kuchen selbst mitzubringen und das Geschirr wieder abzuwaschen.
Unsere drei Kinder Leonhard, Verena und Karolin sind alle zu Hause geboren. Alle drei Geburten sind gut verlaufen und stellen Erfahrungen dar, die wir nicht missen möchten. Alle unsere Ideen und Emotionen wurden wahr- und ernstgenommen, niemand hat uns mit Besserwisserei geärgert oder Panik veranstaltet. Wir haben Unterstützung bekommen in allen Fragen des Stillens und der Säuglingspflege, und so haben wir einen guten Start in die Rolle von Eltern gehabt und unsere Kinder einen guten Start ins Leben.
