MacBook mit Ubuntu Linux wiederbelebt

Späte Apfelernte: diese Wochenende habe ich es geschafft, einem weissen MacBook (Version 2,1 late 2007) wieder Leben einzuhauchen. Der Rechner war im net culture lab Dornbirn in verschiedenen Projekten im Einsatz und hat einige Gebrauchsspuren. Die Festplatte war kaputt, das CD Laufwerk geht nicht mehr. Er lag jetzt wohl zwei Jahre herum, zu Schade für diese durchaus passable Hardware.

Trick 1: Beim Booten die Wahltaste (alt) drücken, dann kann man auswählen, von welchem Device gebootet wird. Normalerweise lässt sich ein Mac von einem USB Stick oder auch einem externen Laufwerk starten. Doch Fehlanzeige bei diesem Modell: das lässt es bei  fremder Software nicht zu. OS 10.2, 10.3, 10.4 booteten ebenso nicht und 10.5 hing mit einem ACPI Fehler.

Trick 2: Festplatte ausbauen (die liegt hinter der Batterie, vorsichtig die Gummibanden lösen) und am besten neu partitionieren. Partition 1 ist eine kleine FAT16, auf die kommt grub und EFI, wie hier beschrieben. Dazu muss man sich ein i-386 grub kompilieren - klingt komplizierter als es ist.

Trick 3: Partition 2 wird (zum Beispiel mit GParted) als ein ext4 Format angelegt. Auf das installiert man ein aktuelles Ubuntu (12.04 tut einen guten Job auf diesem Mac, WLAN, Audio und die Kamera mit einem kleinen Skript gehen auf Anhieb). Am einfachsten geht es, wenn man einen anderen Rechner mit einem Ubuntu Installations-USB-Stick neu startet, dort die Mac-HD (z.B. in einem USB Gehäuse) anschliesst und diese als Installationsziel angibt.

Bleibt noch, auf der Partition 1 /EFI/boot/grub.cfg korrekt zu konfigurieren, sodass der Rechner gleich mit dem Ubuntu Linux startet. Ein guter Anfang ist, das grub.cfg der Partition 2 zu übernehmen und dann entsprechend anzupassen:

sudo mount /dev/sda1 /media/boot
sudo cp /boot/grub/grub.cfg /media/boot/EFI/boot/

Und schon läuft der Rechner wieder. Als Netbook im Wohnzimmer tut er allemal gute Dienste, um schnell was nachzuschlagen oder einige Gedanken aufzuschreiben.

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