Open Educational Resources

Unterlagen für den Unterricht gibt es von Verlagen oder frei im Netz. Hier hat sich das Angebot wesentlich verbreitert, doch die Bekanntheit ist gering. Eine Umfrage bei 2100 Hochschullehrern in den USA ergab, dass 65,9% Open Educational Resources nicht kennen. Dabei ist es ganz einfach: wer Wissen einmal aufbereitet hat, stellt es anderen unentgeltlich zur Verfügung. Da die meisten Leute im Bildungsbereich aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden, ist es auch richtig, dass diese ihr Wissen der Öffentlichkeit wiederum bereitstellen (und nicht zusätzlich privat Kapital daraus schlagen, indem sie an Buchverkäufen beteiligt sind). Meist sind solche Kurse dann auch schon real im Unterricht getestet worden und haben sich bewährt.

Beliebte OER Portale sind etwa die Khan Academy oder Wikiversity. Ich selbst biete dort den Masterkurs Gründung und Leitung eines Kreativunternehmens dort an, auch das Ethify Yourself Buch ist als OER Quelle online und als Wikibook verfügbar. Verzeichnisse dazu sind etwa die OER Commons oder das Open Professional Education Network. Auch die UNESCO sieht dies vor allem als Chance, gleichberechtigt qualitätsvolle Lernmaterialien anzubieten:

UNESCO believes that universal access to high quality education is key to the building of peace, sustainable social and economic development, and intercultural dialogue. Open Educational Resources (OER) provide a strategic opportunity to improve the quality of education as well as facilitate policy dialogue, knowledge sharing and capacity building.

Selbiges gilt für Publikationen: nahezu für jeden Fachbereich gibt es Open Access Journale, hier ist ein Verzeichnis dazu.

Beim Veröffentlichen beachtet werden muss das Urheberrecht bei den eingesetzten Materialien. Bilder etwa dürfen nicht einfach aus dem Netz kopiert werden, sondern müssen entweder richtig zitiert werden oder von einer Quelle stammen, welche die Vervielfältigung zulässt (zum Beispiel Creative Commons Lizenz).

Hier noch die wichtigsten Ergebnisse der Studie, welche die Nutzung und Wahrnehmung von OER untersucht hat:

  • Faculty are not very aware of open educational resources. Depending on the strictness of the awareness measure, between two-thirds and three-quarters of all faculty classify themselves as unaware on OER.
  • Faculty appreciate the concepts of OER. When presented with the concept of OER, most faculty say that they are willing to give it a try.
  • Awareness of OER is not a requirement for adoption of OER. More faculty are using OER than report that they were aware of the term OER. Resource adoption decisions are often made without any awareness of the specific licensing of the material, or its OER status.
  • Faculty judge the quality of OER to be roughly equivalent to that of traditional educational resources. Among faculty who do offer an opinion, three-quarters rank OER quality as the same as or better than traditional resources.
  • The most significant barrier to wider adoption of OER remains a faculty perception of the time and effort required to find and evaluate it. The top three cited barriers among faculty members for OER adoption all concern the discovery and evalua- tion of OER materials.
  • Faculty are the key decision makers for OER adop- tion. Faculty are almost always involved in an adoption decision and — except for rare instances — have the primary role. The only exceptions are in a minority of two-year and for-profit institutions, where the administration takes the lead.

(Quelle: Babson Survey Research Group, Open Educational Resources, 2014.)

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